Wie läuft die CAR-T-Zelltherapie ab?

CAR-T-Zellen für den therapeutischen Einsatz werden für jeden Patienten individuell hergestellt. Dabei lassen sich folgende Schritte unterscheiden:1

Ablauf der CAR-T-Zelltherapie Schritt für Schritt.

1. Leukapherese/Blutfiltration
Die Leukapherese ist ein spezielles Verfahren, um dem Blut bestimmte Zellen zu entnehmen. Bei diesem Verfahren wird das Blut filtriert und ein Teil der weißen Blutkörperchen, einschließlich der T-Zellen, vom Blut getrennt und gesammelt. Der Rest des Blutes wird dann wieder in den Blutkreislauf des Patienten zurückgeführt. Diese Prozedur kann 3–6 Stunden dauern. Die entnommenen weißen Blutkörperchen werden nun im Anschluss weiterverarbeitet.

2. Herstellung der CAR-T-Zellen
Die T-Zellen werden so verändert, dass sie danach an ihrer Zelloberfläche spezielle Strukturen tragen – sogenannte chimäre Antigenrezeptoren (CAR). Die Zellen werden deshalb CAR-T-Zellen genannt. Mithilfe des Antigenrezeptors sind die Zellen nun in der Lage, bestimmte Krebszellen zu erkennen und diese zu bekämpfen. Die so veränderten Zellen werden anschließend vermehrt.

3. Qualitätskontrolle
Bevor die CAR-T-Zellen verwendet werden können, wird überprüft, ob sie den Qualitätsanforderungen entsprechen.

4. Vorbereitende Chemotherapie
Bevor dem Patienten seine modifizierten CAR-T-Zellen wieder verabreicht werden können, wird er über einen bestimmten Zeitraum mit einer Chemotherapie behandelt. Dies ist notwendig, um das Immunsystem des Patienten auf eine bessere Aufnahme und Vermehrung der CAR-T-Zellen vorzubereiten.

5. Infusion
Die CAR-T-Zellen werden dem Patienten in Form einer Infusion in den Blutkreislauf zurückgeführt.

6. Nachbeobachtung
Nach der Infusion wird der Patient für eine gewisse Zeit sorgfältig beobachtet, um eventuell
auftretende Nebenwirkungen frühzeitig erkennen
und behandeln zu können.

7. CAR-T-Zellen in Aktion
Bei erfolgreicher Behandlung können CAR-T-Zellen die Krebszellen erkennen und bekämpfen.

Die Infusion der CAR-T-Zellen erfolgt im Krankenhaus, wo die Patienten für einige Tage sorgfältig beobachtet werden. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus müssen sich die Patienten noch für eine gewisse Zeit in der Nähe des behandelnden Zentrums aufhalten, um bei eventuell auftretenden Nebenwirkungen eine schnelle Behandlung zu gewährleisten.

Quellen

  1. Better M et al. Cell Gene Ther Insights 2018;4(4):173–86.